uli.schulte"die auf den HERRN hoffen, gewinnen neue kraft, dass sie laufen und nicht müde werden..." (aus der bibel)
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"streakrunning - jeder tag ist ein geschenk!"

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ganz ordentliche woche...

73,000 km - ganz ordentliche woche, zumindest l?uferisch gesehen. das laufen hat mir meistens spa? gemacht. besonders der 18 km lauf an der lesum mit ?koweg am donnerstag mit gregor war klasse!aber auch die 2. laufeinheit am samstag in worpswede an der hamme entlang war echt gut.

27.6.05-5,5-mit h.-schwanew.-str.514
28.6.05-15-2einh.z.t.m h.-l?hnh./schw.-str.515
29.6.05-8-m.h.-schw./l?hnh.-str.516
30.6.05-18-m.greg.u.h.-lesum/?koweg-str.517
1.7.05-5,5-m.h.-schw.-str.518
2.7.05-15,5-2einh.z.t.m.h.-schw./worpsw.-str.519
3.7.05-5,5-m.h.-schw.-str.520
3.7.05 17:57


wieder ganz gut gelaufen...

70 wochenkilometer / das ist ganz gut gelaufen. montag an der weserpromenade in vegesack in der mittagspause. dienstag mit dem tagesst?ttenlauftreff die sprerrwerkrunde an der lesum. mittwoch wieder in der pause an der weser. donnerstag wegen mortorradinspektion in lielienthal gewesen, dort an der w?mme gejoggt und eisenfuss getroffen. wir haben uns an den gelben 100 mc jacken erkannt, und ich habe gregor und mich gleich zum lilienthalmarathon angemeldet. freitag mit gregor halbmarathon durch die bremer schweiz vor dem sp?tdienst. samstag die lilienthaler marathonstrecke getestet. sonntag jeweils vor und nach dem dienst in vegesack gelaufen.

4.7.05 5 km streak 521
5.7.05 10 km streak 522
6.7.05 5 km streak 523
7.7.05 11 km streak 524
8.7.05 21,1 km streak 525
9.7.05 11,4 km streak 526
10.7.05 6,5 km streak 527

10.7.05 23:35


ich bin zufrieden...

73,500 km - am montag in der mittagspause 3 km im stadtgarten unterwegs gewesen, am dienstag 12 km sperrwerkrunde an der lesum mit dem tagesst?ttenlauftreff, am mittwoch 5,5 km mit irene (rad) und hund in schwanewede gejoggt, nach dem ich 1 1/2 std. squash gespielt hatte, am donnerstag 14 km mit hund zur arbeit und zur?ck, am freitag nach feierabend 10 km auf der "zeitsprungmarathonstrecke" im vegesacker stadtgarten an der weser gelaufen, am samstag 23 km mit gregor die strecke des lilienthaler marathons mit hundebegleitung angetestet, am sonntag die woche mit hund und 5,5 km in schwanewede abgerundet.

11.7.05 3 km streak 528
12.7.05 12 km streak 529
13.7.05 5,5 km streak 530
14.7.05 14 km streak 531
15.7.05 10 km streak 532
16.7.05 23 km streak 533
17.7.05 6 km streak 534
17.7.05 15:03


73,000 km - in dieser woche lief es gut

am montag nur eine kleine 3 km runde in schwanewede mit t?chterchen tabea, die zu besuch ist und mit hund und irene / rad. am dienstag 9 km mit dem tagesst?ttenlauftreff in l?hnhorst. am mittwoch 5,5 km in schwanewede mit hund und irene / rad. am donnerstag und freitag das gleiche mit hund, aber ohne irene. am samstag dann teilnahme am lilienthal marathon, was gro?e klasse war. am sonntag war mal wieder "the day after" mit schlappen 2 km nach dem sp?tdienst in vegesack.

18.7.05 3 km streak 535
19.7.05 9 km streak 536
20.7.05 5,5 km streak 537
21.7.05 5,5 km streak 538
22.7.05 5,5 km streak 539
23.7.05 42,5 km streak 540
24.7.05 2 km streak 541
24.7.05 23:25


Der Marathon des Lebens...

"Darum wollen auch wir ... mit Ausdauer den vor uns liegenden Wettkampf laufen!" Hebr?er 12,1


Ausdauersport liegt voll im Trend. Ich finde, es gibt schlechtere Trends. Der moderne Mensch verbringt viel Zeit vor den Bildschirmen im B?ro und zu Hause. Den Weg zwischen Wohnung und Arbeit legt er in der Regel mit dem Auto zur?ck. Hier erweist sich die sportliche Bet?tigung als Gegenpol und Ausgleich, der Entspannung und Freude bereitet und sich dabei als gesundheitsf?rdernd erweist.

Gleichwohl ist der Ausdauersport keine neue Erscheinung - auch f?r die Menschen in der Antike geh?rten sportliche Wettk?mpfe zur Lebenswirklichkeit. So sehr, dass die Schreiber der Bibel Bilder aus dem Wettkampf oder auch aus der Siegeszeremonie wiederholt wie selbstverst?ndlich aufgreifen und sie auf das Leben mit Gott deuten.

Als Marathonl?ufer habe ich w?hrend des Laufens oft dar?ber nachgedacht, dass es zwischen der langen Strecke und dem Lauf des Lebens viele Parallelen gibt.


1. Mut

Wer sich dazu entschlie?t, an einem Marathonlauf teilzunehmen, braucht eine Portion Mut! Sp?testens nach den ersten, l?ngeren Trainingseinheiten kann einen der Mut schon mal verlassen, und es kann die Frage aufkommen, was einen wohl getrieben hat, als man sich zum Marathon anmeldete. Aber die Entscheidung wurde nun einmal getroffen, und jetzt geht es auch mutig weiter! Andere haben es geschafft. Warum sollte ich es nicht schaffen?

Sich f?r ein Leben mit Jesus Christus zu entscheiden, erfordert gleichwohl viel Mut. Wir k?nnen Gott ja nicht sehen und haben zu Beginn keine Erfahrung, wie ein Leben im Glauben funktioniert. Und doch liegt gerade im mutigen Vertrauen ein Schl?ssel zu der Erfahrung, dass es tats?chlich klappt, im Alltag mit Gott zu leben.


2. Training

Wer meint, einen Marathonlauf aus dem ?rmel sch?tteln zu k?nnen, irrt sich gewaltig. Ohne monatelanges Training l?uft hier nichts. Der K?rper muss sich allm?hlich an die stundenlange Belastung gew?hnen und anpassen. Wer das Training vernachl?ssigt, erlebt mit Sicherheit Frust und herbe Entt?uschung. Trainingspl?ne k?nnen eine wertvolle Hilfe sein, das gesteckte Ziel zu erreichen.

Auch in der Nachfolge Jesu geht's nicht ohne Training. Es fallen keine fertigen Christen vom Himmel. In einen christlichen Lebensstil muss man sich einleben. Das erfordert jahrelange, ja, lebenslange ?bung. Hierbei k?nnen die Erfahrungen von Menschen, die schon l?nger auf dem Glaubensweg sind, eine wertvolle Hilfe sein.


3. Ausdauer

Der Marathon ist kein Sprint und auch kein Spaziergang. Im Ziel kommt nur an, wer viel Ausdauer an den Tag legt. Damit verbunden muss die Bereitschaft sein, auf vieles zu verzichten was mich daran hindern kann, das Ziel zu erreichen.

Um als Christ zu leben und zu bestehen, brauchen wir einen langen Atem, brauchen wir Ausdauer. Die schnellen Durchstarter k?nnen uns nicht beeindrucken - kommt es doch viel mehr darauf an, wer auf der Zielgeraden noch im Rennen ist. Wer w?rde schon Ballast im Wettkampf mit sich rumschleppen? Nein, alles, was mich daran hindert, Jesus nachzufolgen, will ich ablegen.


4. Ausr?stung

Um den Marathon zu bestehen, muss man gut ausger?stet sein. Nein, modischen Schnick Schnack braucht man nicht. Den tragen meist nur die "Sch?n Wetter L?ufer" zur Schau. Der wichtigste Teil der Ausr?stung sind die Laufschuhe. Hier sollte man wirklich nicht sparen, sondern auf Qualit?t setzten. Gelaufen wird ja schlie?lich mit den F??en!

Um Christus nachzufolgen braucht es nicht viel. Ob ich zu Hause oder unterwegs bin - die Bibel ist immer dabei. T?glich einen Abschnitt nachsinnend und betend lesen - und ich f?hle mich gut ausger?stet. Glauben, Gebet, Gemeinschaft - auch das sind "Gegenst?nde", die in meine "Glaubensreisetasche" geh?ren.


5. Startbl?cke

Bei einem Stadtmarathon starten manchmal mehrere tausend Sportler. Damit es beim Start kein Gedr?nge und keine Unf?lle gibt, sind die Starter in Startbl?cke eingeteilt. Wenn ein langsamer L?ufer sich nach vorne stellt, wird er nur zum Hindernis f?r die Schnelleren. Ich stelle mich gerne im hinteren Teil an. Dann kann ich das "Feld von hinten aufrollen".

Auch in der Gemeinde ist es von N?ten, dass wir uns richtig einsch?tzen, an der rechten Stelle einreihen. Anstatt sich vorne zu dr?ngeln, d?rfte es f?r einen jungen Christen hilfreich sein, etwas weiter hinten zu starten.


6. Tempo

Das Ziel bestimmt das Tempo beim Marathonlauf. Wer in der Euphorie der ersten Kilometer zu schnell losst?rmt, nur nach Gef?hl und ohne Verstand l?uft, erlebt wom?glich einen Einbruch der Kr?fte. In der Regel wird er in der zweiten H?lfte des Rennens von denjenigen ?berholt, die ihre Kr?fte besser eingeteilt haben. Man sagt: ?Der Marathon beginnt bei Kilometer drei?ig!? Es kann auch hilfreich sein, in einer kleinen Gruppe zu laufen. Kommunikation mildert die H?rte des Laufes erheblich.

Wir Christen sollten daran denken, dass wir einen langen, streckenweise beschwerlichen Weg vor uns haben. Auch f?r die Nachfolge Jesu gilt es, sich die Kr?fte richtig einzuteilen, das optimale Tempo anzuschlagen, sich mit Herz und Verstand einzusetzen. Auch f?r das Christ sein gilt: Gemeinsam unterwegs zu sein, macht vieles einfacher!


7. Verpflegung

Beim Marathonlauf kann man in der Regel alle zwei bis f?nf Kilometer an einem Verpflegungsstand Getr?nke und feste Nahrung zu sich nehmen. Die Sportler sollten darauf achten, von Anfang an w?hrend des Laufens regelm??ig Fl?ssigkeit aufzunehmen. Wer erst trinkt, wenn er Durst versp?rt, steht schon in der Gefahr, einen Leistungseinbruch zu erleben und zu dehydrieren. Hat man sich eine schlimme Blase gelaufen oder stellen sich Kr?mpfe im letzten Drittel des Laufes ein, ist es keine Schande, den Sanit?tsdienst in Anspruch zu nehmen. Nach einer kleinen Behandlung kann der Lauf oft wieder aufgenommen werden.

F?r uns Christen ist der Verpflegungsstand die Gemeinde. In der Gemeinde tanken wir geistlich auf. Wenn wir die Gemeinschaft mit den Mitchristen vernachl?ssigen, werden sich ohne Zweifel Defizite in unserem Glaubensleben einstellen ? ob wir es wahrhaben wollen oder nicht. Keiner von uns ist immer stark. Jeder braucht mal die Hilfe und die Unterst?tzung des Anderen. Es ist keine Schande, sich selbst und anderen die Schw?che einzugestehen. Wenn wir die Hilfe der Gemeinschaft annehmen, kann es nach der Krise mit neuer Kraft weitergehen.


8. Die Ideallinie

Bei den gro?en Stadtmarathons ist eine 42,195 km lange blaue Linie auf die Stra?e gespr?ht: die Ideallinie. L?ufer, die sich an dieser Linie orientieren, k?nnen sich nicht verlaufen und kommen auf dem besten Weg ins Ziel.

F?r die christliche Lebensf?hrung ist die Ideallinie die Orientierung an Jesus Christus. Wer in enger Verbindung zu Jesus lebt, sich an Seinen Werten und Worten orientiert, ist weitestgehend vor Irrt?mern gesch?tzt und kann sicher das Ziel erreichen.


9. Der "Mann mit dem Hammer"

Gef?rchtet wird er von allem Marathonl?ufern: der ?Mann mit dem Hammer?. Dieser Geselle steht in der Regel zwischen Kilometer drei?ig und f?nfunddrei?ig unvermittelt an der Strecke, um zuzuschlagen. Was hat es damit auf sich? Der L?ufer hat die Energie, die der K?rper aus den Glykogenspeichern bezieht, verbraucht. Der Organismus schaltet nun auf die Fettstoffverbrennung um. Bei diesem Vorgang empfindet der Sportler gro?e Kraftlosigkeit und ist auch seelisch geschw?cht. Die Euphorie der ersten Stunden schl?gt in Depression um, man f?llt regelrecht in ein psychisches Loch An diesem kritischen Punkt wird oft daran gedacht das Rennen vorzeitig zu beenden. Durch intensives k?rperliches und mentales Training sowie durch jahrelange Erfahrung kann man lernen, diese Krise zu vermeiden oder zu beherrschen.

Wohl jeder Christ d?rfte ihn im ?bertragenen Sinn kennen, den ?Mann mit dem Hammer?. Wer Jesus Christus pers?nlich kennen lernt, darf die Erfahrung machen, einen gro?en inneren Frieden und starke Freude zu erleben. Die Augen ?ffnen sich f?r die kleinen und gro?en Wunder Gottes, ja, man f?hlt sich wunderbar geborgen und getragen von dem Herrn. Doch dann ist pl?tzlich alles anders: der Friede ist gest?rt und die Freude ist getr?bt. ?Gott, wo bist Du? Hast Du mich verlassen?? Wir Christen nennen diese Erfahrung auch Anfechtung. Jeder Christ erf?hrt von Zeit zu Zeit Anfechtung seines Glaubens. Jetzt hei?t es: Blo? nicht resignieren, blo? nicht aufgeben! Nach jedem Tal folgt wieder ein Berg, es gibt immer ein Licht am Ende des Tunnels. Anfechtungen und Pr?fungen nutzen uns, sie lassen uns letztlich im Glauben fester und st?rker werden.

10. Der Zieleinlauf

Einer der erhebendsten Momente beim Marathon ist der Zieleinlauf. Auch wenn man w?hrend des Wettkampfes die tiefsten T?ler durchschritten und die gr??ten Krisen durchlebt hat: jetzt ist das alles vergessen. Euphorie und unbeschreibliches Gl?ck wird empfunden und Tr?nen der Freude flie?en. Es ist geschafft, man hat den Lauf vollendet.

Noch viel erhebender und sch?ner wird es f?r uns Christen sein, wenn wir unseren Lebenslauf vollendet haben und wir f?r immer bei Jesus sein werden. Alles Leid unseres Erdenlebens, alle Krankheit, alle Widrigkeiten werden dann der Vergangenheit angeh?ren und ?berwunden sein. Alles wird ?berstrahlt sein von einer gro?artigen Freude! Das soll uns Motivation und Ansporn sein, nicht auf halbem Wege stehen zu bleiben, sondern durch zu halten bis zum Zieleinlauf!



Uli Schulte
Bremen, 5.7.2005

26.7.05 09:04


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