uli.schulte"die auf den HERRN hoffen, gewinnen neue kraft, dass sie laufen und nicht müde werden..." (aus der bibel)
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"streakrunning - jeder tag ist ein geschenk!"

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immer noch gesundheitliche probleme ...

18,8 km - auf grund gesundheitlicher probleme nur streakerhaltung:

27.03.06 2 km schwanew. streaktag 787
28.03.06 3 km stadtg. vege. streaktag 788
29.03.06 2 km schwanew. streaktag 789
30.03.06 2 km vegesack streaktag 790
31.03.06 2 km vegesack streaktag 791
01.04.06 5,5 km schwanew. streaktag 792
02.04.06 2,3 km schwanew. streaktag 793
3.4.06 06:55


allerhand untersuchungen...

34 km - durch allerhand urologische untersuchungen war ich sehr ausgebremst und lief am montag 2,3 km, am dienstag 5,5 km und am mittwoch 2,3 km jeweils in schwanewede. am donnerstag war ich mit gregor und jps 6,1 km im rothodendronpark unterwegs, am freitag und samstag jeweils 5,5 km in schwanewede. am heutigen sonntag lief ich morgens die 6,8 km von schwanewede zum büro in vegesack. maratonne hat mich an 6 tagen begleitet.

03.04.06 2,3 km streaktag 794
04.04.06 5,5 km streaktag 795
05.04.06 2,3 km streaktag 796
06.04.06 6,1 km streaktag 797
07.04.06 5,5 km streaktag 798
08.04.06 5,5 km streaktag 799
09.04.06 6,8 km streaktag 800 !!!
9.4.06 15:47


in der woche vor ostern...

in der woche vor ostern lief ich 99 km, und zwar:

10.04.06 2,3 km in schwanewede streaktag 801
11.04.06 5 km im stadtgarten in vegesack streaktag 802
12.04.06 3 km in schwanewede streaktag 803
13.04.06 42,2 km passionslauf in lilienthal streaktag 804
14.04.06 42,2 km passionslauf in lilienthal streaktag 805
15.04.06 2 km in schwanewede streaktag 806
16.04.06 2,3 km in schwanewede streaktag 807
20.4.06 08:20


100 mal Marathon & mehr – und was kommt nun?

1992 fing ich auf Anraten meines Arztes an zu laufen. Ich war 37 Jahre jung, wog 140 kg und musste dringend was tun. Vom Büro bis zur Bushaltestelle war es 1 km, und im Bus hatte ich dann das Gefühl, zusammen zu klappen.

Nach 1 Jahr schaffte ich es zum ersten mal, 10 km am Stück zu laufen. Ich benötigte 1 Stunde dazu. In dieser Zeit lernte ich den Lauftreff Bremen – Schönebeck kennen, und der Mittwoch Abend beim Lauftreff wurde zu einem festen Termin. Bei Wind und Wetter ein bis zwei mal pro Woche die 10 km Strecke zu laufen, das tat mir gut.

Im Jahr 1993 nahm ich auch an den ersten Volksläufen teil, die ganze Familie war dabei, Frau und 3 Kinder „mussten“ mitlaufen. 1994 und 1995 kam ich dann auf jeweil 20 Teilnahmen bei Laufveranstaltungen, wobei ich mich auch schon auf der 15 km - und der Halbmarathonstrecke versuchte. 45 Minuten auf 10 km war meine Bestzeit, die 47 Minuten konnte ich fast immer laufen. Im Halbmarathon erreichte ich eine persönliche Bestzeit von 1 Stunde und 44 Minuten.

Durch die Kontakte im Lauftreff keimte dann in mir der Gedanke auf, doch einmal im Leben die Marathonstrecke zu bewältigen. Trainingspläne wurden erstellt, es wurde fleißig geübt, und im April 1996 war es dann soweit: Ich lief den Hamburg Marathon – in 4 Stunden und 18 Minuten. An den grausamen Muskelkater danach kann ich mich noch heute erinnern.

Nun folgten entgegen der ursprünglichen Planung genau nach Lehrbuch bis zum Jahr 2000 zwei Marathonwettkämpfe pro Jahr – die 4 Stunden mussten doch mal unterboten werden. Das gelang auch in Duisburg im September 1996 und in Hannover im April 1997 mit jeweil 3 Stunden und 58 Minuten.

Gab es denn jenseits der Stadtmarathons noch etwas Interessantes zu erlaufen? 1998 versuchte ich mich beim Brockenmarathon, der der „schwerste Marathon Deutschlands“ sein sollte, und im Frühjahr 1999 folgte mit der 51 km langen Harzquerung der erste Ultralauf. Nach der Harzquerung ging es mir besser, als nach jedem Stadtmarathon, den ich zuvor gelaufen war. So waren die Zeichen vorsichtig auf „Ultra“ gestellt.

Im Mai 2001 lief ich in Stüde – ein schöner Marathon, immer geradeaus auf dem Deich des Elbe – Seitenkanals. Bei km 30 sprach mich ein Läufer an: „Na, dein wievielter Marathon ist das heute?“ Mit stolzgeschwellter Brust erwiederte ich: „Mein 13.! Und bei dir?“ „Mein 469.!“ kam es zurück von Christian Hottas, dem Initiator des 100 Marathon Clubs. Ich dachte, ich hätte mich verhört, aber Christian nutzte die verbleibende Stunde, mich ausführlich über die Marathonsammelei zu informieren. Er lud mich in seiner typischen Art auch gleich ein, beim Club mitzumachen. Ich konne nichts erwiedern, kam ich doch sowieso kaum zu Wort.

Aber nun war ich infiziert. 100 Marathons im Leben – das kann ich niemals schaffen. Bei 2 Läufen pro Jahr brauche ich noch fast 40 Jahre dazu. Allerdings – wenn ich 4 Läufe pro Jahr schaffe, könnte ich schon in gut 20 Jahren Mitglied werden...

Im Jahre 2001 wurden es dann allerdings schon 12 Marathon – und Ultrawettkämpfe und im Jahr 2002 sogar 28. Ich setzte einen deutlichen Schwerpunkt auf den Ultrabereich, lief in Kiel 6 Stunden (50,4 km), in Gera 12 Stunden (85 km) und in Bad Lippspringe 24 Stunden (138 km). Ich kämpfte mich beim Transeuropalauf 2003 auf 4 Etappen zwischen 60 und 80 km auf deutschen Bundesstraßen durch, lief ohne Versorgung die 62 km Heringsstaffel von Bremerhaven nach Bremen als Sololäufer. Zwischendurch gab es auch immer wieder besondere Marathons, so in Tunneln und unter Tage. Das Sammeln wurde erleichtert durch die Veranstaltungen an den Teichwiesen in Hamburg Volksdorf, wo wöchentlich Marathonläufe angeboten wurden. Hier machte ich auch erste Erfahrungen mit Mehtagesläufen bei den legendären Serien zwischen Weihnachten und Neujahr, an denen ich 5 Jahre lang teilnahm.

In den Jahren 2004 und 2005 versuchte ich mich dann jeweils beim 6 Tage Bahnlauf in Erkrath, wo es darum ging, in 6 Tagen und Nächten möglichst viele Kilometer zu erlaufen. Bei meiner ersten Teilnahme waren es 363 km und bei meiner zweiten Teilnahme 418 km. Das waren Erfahrungen der ganz besonderen Art. Leider zählt ein 6 Tage Lauf nur als ein Wettkampf in der Sammelstatistik.

Zwischenzeitlich hatte ich begonnen, täglich zu laufen, und praktiziere das sogenannte Streakrunning seit Januar 2004, also seit über 2 Jahren. Durch das tägliche Laufen und das Marathonsammeln erreichte ich im Jahr 2005 erstmals über 4000 Jahreslaufkilometer. Im Jahr 2005 nahm ich auch am Deutschlandlauf von der Insel Rügen nach Lörrach in der Schweiz teil, allerdings nur als Etappenläfuer und Betreuer. Ich habe wohl inzwischen meine läuferischen Möglichkeiten und Grenzen ausgelotet. Die Fähigkeit, 17 Tage lang ohne Unterbrechung jeweils 80 km pro Tag zu laufen – wie bein Deutschlandlauf gefordert – ist mir nicht gegeben.

Im April 2006 war es endlich soweit: mit meinem Vereinskollegen Helmut Rosieka lief ich im Rahmen der Passionsserie in Lilienthal zum 100. mal Marathon & mehr. Im Ziel bekam ich die begehrte Urkunde des 100 Marathon Clubs von Sigrid Eichner überreicht und erwarb gleichzeitig die hart erkämpfte Vollmitgliedschaft in diesem tollen Verein, in dem ich überaus wertvolle Menschen kennen und schätzen gelernt habe.

100 mal Marathon & mehr – und was kommt nun?

Ich mache zur Zeit eine Zäsur und stelle alle Laufaktivitäten auf den Prüfstand. Die 100 Marathons habe ich nicht aus dem Ärmel geschüttelt. Durch das viele Laufen habe ich andere wichtige Dinge in meinem Leben vernächlässigt. Jetzt will ich meine Prioritäten neu überprüfen. Ich werden voraussichtlich in nächster Zeit einige Marathons weniger laufen. Der selbstauferlegte Druck, die 100 zu erreichen, ist weg. Ich werde mehr auf meine innere Stimme und auf meinen Körper hören und die lange Stecke nicht mehr so oft in Angriff nehmen, wenn ich mich eigentlich nicht gut fühle und Schmerzen habe. Ich werde auch intensiv darüber nachdenken, ob ich meine Streak noch sehr lange weiterführe. Seit Ende 2005 laufe ich häufig ohne innere Freude und mehr aus Pflichtbewusstsein. Und das kann es auf die Dauer nicht sein. Vielleicht versuche ich noch, eine schöne Zahl zu erreichen wie: „888 Tage oder 1000 Tage täglich laufen“. Aber da bin ich noch nicht fertig mit meinen Gedanken.

Auch meinen Umgang mit dem Internet will ich überprüfen. Das Internet ist für mich neben allen schönen Kontakten, die mir daraus entstanden sind, auch ein echter Zeitkiller. Wenn darunter die Familie, die Arbeit, die Gemeinde leidet, ist es mir das nicht wert.

Unter dem Strich bin ich sehr froh und dankbar für das Erreichte. 100 mal Marathon & mehr, ohne je einen Wettkampf abgebrochen zu haben und über 800 Tage tägliches Laufen – das ist auch ein Geschenk. Ich kann zwar ein solches Ziel ins Auge fassen, aber die Kraft und die Fähigkeit dazu kommen nach meiner Überzeugung von Gott.



Uli Schulte
Bremen, 20.4.2006
20.4.06 09:32


vom leben danach... / 39,7 wochenkilometer...

nach dem 100. marathon ging alles normal weiter :

17.04.06 10,5 km auf dem deich in lilienthal streaktag 808
18.04.06 5 km im stadtgarten in vegesack streaktag 809
19.04.06 3,2 km in schwanewede streaktag 810
20.04.06 10 km mit gregor an der lesum streaktag 811
21.04.06 2,3 km in schwanewede streaktag 812
22.04.06 5,5 km in schwanewede streaktag 813
23.04.06 3,2 km in schwanewede streaktag 814
23.4.06 09:12


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