uli.schulte"die auf den HERRN hoffen, gewinnen neue kraft, dass sie laufen und nicht müde werden..." (aus der bibel)
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"streakrunning - jeder tag ist ein geschenk!"

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laufen? jeden tag!

in der vergangenen woche lief ich täglich mit meiner schäferhündin conny aka maratonne. am montag, dienstag, mittwoch, donnerstag und samstag war ich jeweils auf der 5,5 km strecke in schwanewede unterweges, am heutigen sonntag ebenso in unserem dorf für 3,2 km. das läuferische highlight der woche war der lauf mit gregor in bremen, wobei uns irene mit dem rad begleitete: am freitag mittag nach feierabend trafen wir uns am parkplatz an der finnbahn im bremer bürgerpark. von dort ging es unter gregors sachkundiger führung über meist schöne, romantische wege zum rhododendronpark, weiter um die gartenstadt vahr und auf ähnlichem wege zurück, wobei wir mit einer finnbahnrunde die 16 km strecke abschlossen.

29.05.06 5,5 km streaktag 850
30.05.06 5,5 km streaktag 851
31.05.06 5,5 km streaktag 852
01.06.06 5,5 km streaktag 853
02.06.06 16 km streaktag 854
03.06.06 5,5 km streaktag 855
04.06.06 3,6 km streaktag 856
4.6.06 17:02


anders als geplant...

in der woche ab dem 5.6.06 kam alles anders, als geplant.

am montag lief ich ich noch 8 km mit meinem hund in schwanewede. in der folgenden nacht bekam ich dann starke unterbauchschmerzen. so suchte ich am dienstag den arzt auf, der mich ins krankenhaus einwies. nach langen untersuchungen quartierte man mich in der chirugie ein: akute sigmadivertikulitis mit evt. drohendem darmdurchbruch. therapie: 1 woche nahrungskarenz, ernährung nur intravenös mit zusätzlich breitbandantibiotikum.

nach einigen tagen gingen die schmerzen zurück, die kilos purzelten nur so runter. die entzündung klang ab, und nach 1 woche durfte ich langsam wieder mit dem futtern beginnen: zunächst 1 tasse tee, dann eine klare brühe (kam mir vor wie eine hochzeitssuppe), dann eine joghurt, gefolgt von einer scheibe weißbrot.

wenn ich meine zimmerkollegen betrachtete, ging es mir noch gut, denn die wurden wegen tumoren am darm opperiert... wir hatten dennoch eine gute gemeinschaft, und nicht zuletzt wegen der fußballweltmeisterschaft wurde die zeit nicht lang.

ich bekam viele anrufe, viel besuch und bedanke mich bei allen, die an mich gedacht haben, besonders bei meiner frau irene und meiner tochter daniela!

ab dem 4. tag machte ich mich wieder auf den weg, um - zunächst mit der infusion am arm - einige runden zu drehen, erst auf dem flur, dann ums krankenhaus umzu. als läufer fehlte mir die bewegung sehr!

nach 10 tagen wurde ich entlassen. um eine operation - die entfernung des von divertikeln am meisten befallenen darmabschnitts - kam ich gerade noch mal herum. um eine weitere krise zu vermeinden ist eine nahrungsumstellung auf ballastreiche kost etc. erforderlich... also: statt schokolade eine mohrrübe und statt currywurst pommes ein müsliriegel....

meine streak (tägliches laufen) musste ich nach 857 tagen abreißen lassen. damit kann ich mich aber versöhnen, denn in jeder krise steckt bekanntlich eine chance. in den vergangenen 2 jahren bin ich so manches mal über die signale meines körpers hinweggelaufen. nun will ich mal wieder genauer hinschauen, was mir gut tut und was nicht. auf jeden fall bin ich schon etwas stolz, in gut 850 tagen in folge mehr als 8500 kilometer joggend zurrückgelegt zu haben.

am donnerstag wurde ich aus dem krankenhaus entlassen, und für samstag stand ja bad lippspringe (24 stunden lauf) auf dem programm. der 24 h in bali steht jahr für jahr fest im kalender und ist neben der sportlichen herausforderung und der caricativen komponente immer ein familientreffen einiger utraläufer. ich versprach meiner familie, diesmal nicht ins geschehen einzugreifen und nur locker einige runden zu drehen. wir nahmen uns ein hotelzimmer, um sicher und ruhig die ganze nacht schlafen zu können. es wurde dann ein schönes wochenende im kreis etlicher alter und neuer bekannter. auf meiner urkunde standen hinterher 45 km, was immerhin als ein marathon zählt...

so kamen wir am gestrigen sonntag, 18.6.06, entspannt und glücklich zu hause in schwanewede an. in den nächsten 2 wochen habe ich urlaub, so dass ich mich hoffentlich von meiner überstandenen krankheit gut erholen kann.

uli schulte
schwanewede, 19.6.06
19.6.06 09:25


und langsam kehrt wieder normalität ein...

... wenn auch eine etwas geänderte. durch den erzwungenen streakabbruch habe sich die prioritäten e t w a s verschoben.

läuferisch war ich in dieser woche 35 km unterwegs, am dienstag, am donnerstag (lesumer sperrwerkrunde!), am samstag und am heutigen sonntag.

läuferisch gesehen war der gestrige tag ein highlight: am späten vormittag fuhr ich mit dem motorrad nach cuxhaven - sahlenburg, und zwar immer die kleinen wege und sträßchen nahe des deiches und des weserufers: so ca. 100 km. in sahlenburg stellte ich mein motorrad ab, wechselte von der ledergarnitur in die leichten laufklamotten und joggte - immer auf der promenade - bis zur kugelbake in cuxhaven und zurück. bei herrlichem sommerwetter und flut machten die 14 km richtig spaß. dann ging's über die a 27 flott zurück in die bremer city. hier erfüllte ich mir einen seit einiger zeit gehegten wunsch und kaufte mir die oper nabucco von verdi in einer gesamtausgabe auf cd, die mir seitdem in kopf und herz herumschwirrt. in der stadt war um 15.00 h schon ordentlich was los, der domshof war auch schon 2 stunden vor dem anpfiff des wm spieles schweden / deutschland von singenden und feiernden gruppen belebt und wurde schon früh abgesperrt. mein sohn, der auch dort feierte, berichtete mir heute, dass alles in einer friedlichen und schönen stimmung verlaufen ist. irene, daniela und ich haben dann das spiel bei oma angeschaut. der 10 km lange rückweg zu unserem haus war dann eher ein autokorso mit feiernden, jubelnden und hupenden fans.

ansonsten habe ich in dieser woche meinen resturlaub aus dem alten jahr genossen und die zeit noch zur erholung und rekonvaleszenz genutzt, die eine oder andere stunde lesend in unserem garten im strandkorb verbracht.

heute war ich zum ersten mal nach meiner erkrankung wieder im gottesdienst. stellvertretend für viele andere nahm mich die alte schwester otti schmidt in den arm, streichelte mir die wange und drückte sehr herzlich ihre freude aus, dass es mir wieder besser geht: "bruder uli, nun musst du aber endlich auch mal kürzer treten mit deinen läufen!" von otti lass ich mir gerne etwas sagen! in den vergangenen tagen habe ich mir viel gedanken über meine gemeinde gemacht. einige dieser gedanken will ich hier noch anfügen:

"ich habe vor 30 jahren zum christlichen glauben gefunden. als ich seinerzeit als drogenabhängiger auf der straße lebte, haben sich engagierte christen um mich gekümmert und sind mir mit rat und tat zur seite gestanden. seit meiner christlichen lebenswende habe ich immer einer gemeinde angehört, und für mich sind glauben und die aktive einbindung in eine christliche gemeinde nicht voneinander zu trennen.

in der gemeinde bin ich verbindlich mit anderen glaubensgeschwistern zusammengestellt. mit jungen und alten, mit intellektuellen und weniger gebildeten, mit deutschen und ausländern, mit leuten, die ihr leben gut im griff haben und solchen, die ohne hilfe kaum zurecht kommen. das ist für mein leben und für meinen glauben ein unverzichtbares übungs- und bewährungsfeld. in unserer gemeinde gibt es zum beispiel außer mir keinen ausdauersportler. so müssen die anderen viel geduld aufbringen, wenn ich immer mal wieder von meinen abenteuern erzähle, aber ich merke eben auch oft, dass mein lebensstil nicht das maß der dinge ist. in der gemeinde zu sein, erdet gewissermaßen.

in der gemeinde haben alle einen platz. auch ich, da darf ich auch mal schwach sein oder krank und sogar alt werden. als ich heute nach meinem krankenhausaufenthalt das erste mal wieder im gottesdienst war, haben sich viele erkundigt und mir gesagt, dass sie für mich gebetet haben. kein wunder, dass ich 2 tage nach der krankenhausentlassung schon wieder in bad lippspringe war ! auf die fürbitte der anderen wollte ich nie verzichten!

in der gemeinde bekomme ich kraft durch das gemeinsame singen und beten, in der predigt wird mir immer mal wieder der kopf zurechtgerückt, was ich sehr oft nötig habe. in der gemeinde hat auch meine familie einen platz, meine kinder wachsen im christlichen glauben auf und können sich in den verschiedenen gruppenangeboten integrieren und engagieren: bei den pfadfindern, in der jugendgruppe oder auch in der musikband.

in der gemeinde erfahre ich ewige wahrheit und persönlichen zuspruch: die ganze bandbreite.

ich leide auch oft an der gemeinde. ich bin oft auch menschlich enttäuscht worden. meine gemeinde ist leider nicht perfekt. vielleicht wäre sie es - wenn ich nicht dabei wäre... in der gemeinde kann ich "gott dienen", kann mich mit meinen fähigkeiten eingeben. die gemeinde ist ein schutzraum für mich, sie bewahrt mich vor falschen wegen. die gemeinde hält mich demütig, so dass ich mir nie zuviel auf mich einbilde.

christsein ist für mich nicht zu trennen von der verbindlichen gemeinschaft mit meinen mitschwestern und mitbrüdern."

in der nächsten woche habe ich auch noch frei, und eventuell mache ich dann für 2 bis 3 tage mit meinem schwager thomas "thowie" eine kleine motorradtour in die ardennen... doch davon später mehr...
25.6.06 21:53





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