uli.schulte"die auf den HERRN hoffen, gewinnen neue kraft, dass sie laufen und nicht müde werden..." (aus der bibel)
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"streakrunning - jeder tag ist ein geschenk!"

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24 h lauf in bad lippsprinige 2007

hallo freunde,

daniela und ich sind auch wieder gut zu hause "gelandet". während der rückfahrt haben wir laute popmusik gehört und aus vollem halse gesungen - und das bei offenem fenster - und so sind wir wach geblieben... ; nein, es ging dieses mal wirklich ganz gut auf der rückfahrt, weil ich nachts gut 3 stunden geschlafen habe.

für mich war ja das ziel, zumindest wieder einen marathon am stück zu laufen, da ich seit über einem jahr durch meine erkrankung stark gehandicapt war.

das ist mir gott sei dank gelungen, und ich konnte sogar noch einen zweiten drauflegen. zu den 100 km hat es aber dann nicht mehr gereicht, daher habe ich zum schluss keine quälerei mehr draus gemacht.

meine tochter daniela hat - genau wie ich - 85 km zurückgelegt, obwohl wir nie zusammen gelaufen sind. na, das ist wohl ein genetischer gleichklang.

für mich war es ein top erlebnis, von dem ich sicher wieder lange zehren werde:

- eine tolle veranstaltung mit super viel spaß, jung und alt auf der strecke, guter moderation etc.
- eine rockband am abend, die fast ausschließlich "meine" musik aus den 70er jahren gespielt hat
- eine persönliche leistung, mit der ich zufrieden und für die ich sehr dankbar bin
- und vor allem: das treffen mit euch forumsmitgliedern. es ist e i n e sache, sich virtuell zu kennen, und es ist noch eine andere, viel schönere sache, sich im wahren leben zu begegnen. ich bin sehr froh, euch kennengelernt zu haben und hatte während des laufes die gelegenheit, mit jedem von euch etwas auf tuchfühlung zu gehen. das hoffe ich, beim nächsten mal zu vertiefen.

liebe grüße,

uli

hier noch der link aus dem streakrunnerforum zum thema:

http://www.streakrunning.de/showthread.php?t=3028
20.6.07 17:55


mein läuferportrait...

bis zu meinem 37. lebensjahr war ich immer unsportlich und habe besonders in meiner jugend raubbau mit meiner gesundheit getrieben: zu viel alkohol und drogen hatten mich sehr geschädigt. glücklicherweise kriegte ich als junger erwachsener noch die kurve und machte nach einer christlichen therapie auf dem 2. bildungsweg eine theologische ausbildung.

überwiegend geistige arbeit als seelsorger in der psychiatrie in verbindung mit zu viel essen und trinken und keinerlei sportlichem ausgleich hatten mir schließlich ein gewicht von knapp 140 kg sowie herzprobleme beschert. mein kardiologe riet mir dringend, mit ausdauersport zu beginnen. "was meinen sie denn damit?" "schwimmen, radfahren oder laufen!".

in einer kur im jahre 1992 entdeckte ich, welche freude es macht, sich sportlich zu betätigen und den eigenen körper mal wieder positiv zu spüren. ich probierte tennis, squash, trampolinspringen, gewichtheben und anderes. am meisten spaß aber machte mir das laufen. die pfunde purzelten nur so.

am anfang war ich nach 1 km total k.o. . dann wurden es langsam mehr, und nach 1 jahr schaffte ich es zum ersten mal, 10 km durchzulaufen in ca. 1 stunde.

in der zeitung las ich von einem lauftreff im stadtteil, und von nun an war ich dabei - egal, ob es stürmte oder schneite oder ob die sonne brannte.

mit den freunden vom lauftreff nahm ich auch am erwerb diverser laufabzeichen und an ersten 10 km volksläufen teil, und konnte mich hier bald auf eine zeit von 45 minuten steigern. es folgten 15 km läufe und bald der erste halbmarathon: so groß war die euphorie, dass ich die 10 km marke fast in persönlicher bestzeit durchlief und natürlich nach 17 km gnadenlos einbrach. mit krämpfen und völlig am boden konnte ich dann noch finishen. in dieser zeit nahm ich jährlich an ca. 20 volksläufen teil

sollte auch ein marathon für mich möglich sein? mit einem erfahrenen lauffreund absolvierte ich einige monate lang zyklisches training nach plan und trat im april 1996 zu meinem ersten marathon in hamburg an. trotz guter vorbereitung kam auch hier der einbruch bei km 35, aber ich finishte den marathon immerhin in 4 stunden und 18 minuten. nun hatte ich feuer gefangen...

im gleichen jahr folgte duisburg in 3.59 und im frühjahr 1997 hannover in 3.58 - meine einzigen marathons unter 4 stunden. nach köln, wieder hamburg und dem brocken folgte im april 1999 der erste ultra: die harzquerung mit 52 km, an der ich 5 mal teilnahm und die noch heute zu meinen lieblingsläufen zählt. so ging es gemütlich weiter bis zu meinem 13. marathon am elbe - seitenkanal in stüde. hier hatte ich eine folgenschwere begegnung...

auf dem endlosen, geraden deich lief ich schon geraume zeit neben einem gesprächigen läufer. auf seine frage nach der anzahl meiner marathons erwiderte ich stolz: "heute ist der 13.! und bei dir?" christian hottas antwortete: "bei mir ist es der 467.!" ich war vollkommen platt, und so lernte ich die marathonsammler des 100 marathonclubs kennen und lieben.

der gedanke, in meinem leben 100 marathons laufen zu können, schien mir utopisch zu sein - bei 2 läufen im jahr braucht man 50 jahre dazu...

2001 waren es dann aber schon 12 marathons und 2002 ganze 28.

auch im ultrabereich stieß ich in neue erfahrungsbereiche vor: 2001 6 - stunden lauf in holtenau und 12 - stundenlauf in gera. 2002 100 km flusslauf an der fulda. für 2003 hatte ich mich für 4 ultraetappen beim transeuropalauf gemeldet, und in der vorbereitung lief ich meine erste marathonserie in hamburg volksdorf: 5 marathons in 6 tagen bei eis uns schnee.

auch folgten spezielle läufe wie der untertagemarathon in sondershausen 700 m unter der erde, der elbtunnelmarathon oder auch der wesertunnelmarathon.

eine neue herausforderung stellte für mich der 6 - tage - lauf in erkrath dar, in den ich eher per zufall als ersatz für die verletzte martina hausmann geriet. in 6 tagen und nächten erlief ich mir auf der 400 m aschebahn 363 km. im nächsten jahr ging es schon besser in erkrath, und ich schaffte immerhin knapp 420 km, was einen täglichen schnitt von 70 km bedeutete. es folgten mehere etappen beim deutschlandlauf 2005, und endlich erreichte ich das ziel der vollmitgliedschaft im 100 marathon club im april 2006 bei der passionsserie in lilienthal, wo ich meinen 100 marathon bzw. ultra lief. es ist mir nicht leicht gefallen, diese vielen läufe zu bewältigen, von denen ja ca. 30 prozent teilweise extreme ultradistanzen waren. aber ich bin dankbar und ein wenig stolz, dass ich meine ersten 100 ohne abbruch und immer im zeitlimit geschafft habe.

parallel dazu fing ich 2004 mit dem täglichen laufen an, und meine streak währte etwa 850 tage mit einem schnitt von 11 km pro tag, bis sie durch einen krankenhausaufenthalt unterbrochen wurde. diese erkrankung und die notwendig gewordene bauchoperation haben mich läuferisch sehr zurückgeworfen. aber es geht wohl in keinem lebensbereich immer nur steil nach oben.

seit gut 100 tagen laufe ich nun wieder täglich, habe mich soeben wieder an einen 24 stunden lauf gewagt. meine statistik in dieser disziplin in den letzen 5 jahren sieht folgendermaßen aus: 110 km, 139 km, 101 km, 45 km und nun wieder 85 km - es geht also hoffentlich langsam aufwärts.

ich glaube, dass ich meinen läuferischen zenit nun mit meinen knapp 52 lebensjahren überschritten habe. meine ergebnisse sind für mich kaum zu toppen. aber wenn gott mir die kraft und die gesundheit gibt, will ich gerne noch auf der langen strecke weiterlaufen.

darüber hinaus engagiere ich mich seit einigen jahren als betreuer bei diversen ultralaufveranstaltungen: transeuropalauf, isarlauf, deutschlandläufe. so kann ich etwas von dem zurückgeben, was ich selbst von anderen gutes empfangen habe.

ein großes ziel ist für mich noch, am transeuropalauf 2009 von süditalien bis zum nordcap als betreuer und auch als etappenläufer teilzunehmen. doch bin ich mir bei allem bewusst, dass jeder lauf ein geschenk ist, dass gesundheit nie selbstverständich ist, dass das laufen eben nur eine sehr schöne nebensache ist: die familie, die arbeit mit behinderten menschen, die gemeinde und der glaube sollen einen höheren stellenwert haben.

uli
(verheiratet und 3 erwachsene kinder)
21.6.07 18:58





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